Vegetarische Enchiladas

Dieses vorzügliche Rezept aus der mexikanischen Küche reicht, je nach Hunger, für 3 bis 4 Personen. Zutaten

  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 3 Fleischtomaten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 1 Chili
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1 Dose Mais
  • 1 Dose Kidneybohnen
  • 150g schwarze Bohnen (getrocknet)
  • 200g geriebener Käse (Cheddar, Gouda)
  • 6 Tortillas
  • 100g Frischkäse
  • 1 Bund Koriander
  • 1 EL Limettensaft
  • 2 TL Oregano
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung

  1. Schwarze Bohnen über Nacht in einem Topf einweichen lassen und anschließend in frischem Wasser für 1 Stunde kochen
  2. Für die Salsa zunächst 1 Zwiebel würfeln und in einem Topf mit Olivenöl weich dünsten
  3. Fleischtomaten, Knoblauch, Chili und eine Paprika würfeln, zu der Zwiebel geben und 15 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen
  4. Salsa mit Oregano, Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken, Koriander hinzugeben und mit dem Zauberstab oder einer Küchenmaschine pürieren
  5. In der Zwischenzeit für die Füllung eine gewürfelte Zwiebel und die andere gewürfelte Paprika anbraten. Schwarze Bohnen, Kidneybohnen, Mais und Frischkäse hinzugeben und bei niedriger Hitze 5 Minuten erhitzen
  6. Ein Drittel der Salsa in eine Auflaufform geben
  7. Die Füllung auf die sechs Tortillas verteilen, mit etwas Käse bestreuen, zusammenrollen und in die Auflaufform geben
  8. Mit der übrigen Salsa übergießen und mit dem restlichen Käse bestreuen
  9. Im Backofen bei ca. 190°C für 20 Minuten backen

Chili sin Carne (et sin Cane)

Es gibt so viele Chili-con-Carne-Rezepte wie Einwohner in Texas und für die typisch deutsche Zubereitung landet man dort wahrscheinlich mit etwas Glück nur im Gefängnis. Nichts desto weniger setze ich noch einen drauf und präsentiere ein Chili sin Carne, für das mir das nächste mal vielleicht die Einreise verwehrt wird.

Nachdem ich jetzt schon länger mit veganen Alternativen experimentiert habe, stelle ich fest, dass weder Bulgur noch Couscous geeignet sind; nach stundenlangem Kochen bleibt nur noch ein Getreidebrei übrig. Sojaschrot hingegen quillt nicht auf und man hat am Ende das Gefühl, ständig auf Nusssplittern zu kauen. Deshalb nehme ich Sojaschnetzel, die sehr gut aufquillen und die gleiche Haptik, wie Hackfleisch haben. Sojaschnetzel gibt es grob (nicht geeignet) und fein (sehr gut geeignet), ohne zuviel Werbung zu machen, kann ich bedenkenlos die extrafeinen Sojaschnetzel von Davert empfehlen.

Diese Variante reicht für 4 – 6 Personen oder 12 durchschnittlich schlecht ernährte Veganerinnen im 1. Semester.

Zutaten:

  • 200 g Sojagranulat (trocken)
  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 3 Zwiebeln, gewürfelt
  • 1 große rote scharfe Chili, gehackt
  • 2 Dosen zerkleinerte Tomaten (á 440 ml)
  • 2 Dosen Kidneybohnen (á 440 g ATG)
  • 1 Dose Mais (375 g ATG)
  • 6 EL Rapsöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 EL Paprikapulver (edelsüß)
  • 1 EL Kakaopulver
  • 1 TL Cayennepfeffer
  • 2 TL Salz

Zubereitung

  1. Das Sojagranulat mit der gehackten Chilischote, Cayennepfeffer, Paprikapulver und Salz vermengen und soviel Gemüsebrühe einrühren, dass das Granulat feucht ist. 5 Minuten quellen lassen
  2. In einem großen Topf das Rapsöl erhitzen und das feuchte Sojagranulat mit der kleingehackten Zwiebel unter häufigem Rühren anbraten
  3. Mit der restlichen Gemüsebrühe ablöschen und Tomaten, Tomatenmark, Kidneybohnen und Mais hinzugeben
  4. Einmal aufkochen und mindestens 1 Stunde auf kleinster Stufe köcheln lassen
  5. Das Kakaopulver einrühren und noch einmal 10 Minuten köcheln lassen, eventuell noch etwas Gemüsebrühe dazu geben
  6. Am Ende alles mit mindestens den oben angegebenen Gewürzen nach Belieben abschmecken und verfeinern

Nachlese

Seufz, so eine Homepage kann ganz schön viel Zeit beanspruchen. Deshalb gibt es bis jetzt auch nur ein paar Rezepte, meine Veröffentlichungen und ein paar Hints zur freien Software für Naturwissenschaftler. Dabei hatte ich mir doch soviel vorgenommen: meine Lieblingsbücher, eine Liste von Podcasts, die ich regelmäßig studiere oder ein Reisebericht über unseren WWOOFing-Aufenthalt in England…

Stattdessen bin ich nur ein Jahr älter und kein Jahr weiser geworden. Wir haben gewählt, einige sich verwählt und andere sich vielleicht gewünscht, sie hätten gewählt. Bei der Bundestagsnachlese sind mir ein paar interessante Sachen aufgefallen: Ich kenne mehr Leute, die die Piratenpartei der CDU vorgezogen haben und ich habe viel zu viele Menschen kennen gelernt, die nicht gewählt haben. Manche hatten keine Zeit und andere haben keine Wahlbenachrichtigung bekommen.

Der ersten Gruppe kann ich nur sagen: Wenn ihr keine Zeit zum Wählen habt, dann habt ihr auch keine Zeit, euch zu beschweren. PS: Briefwahl. PPS: Man kann Briefwahl beantragen und am Wahlsonntag mit den Briefwahlunterlagen ins Wahllokal gehen, um dort dann doch klassisch zu wählen.

Für die zweite Gruppe habe ich folgenden, kleinen Hinweis: Man braucht die Wahlbenachrichtigungskarte nicht zwingend zum Wählen. Sie ist eigentlich nur dafür da den Bürgern a) den Wahltermin und b) das Wahllokal zu nennen, c) Briefwahl zu beantragen (geht aber auch ohne!!!) und d) weil die lieben Leute im Wahllokal den Wähler schneller im Wählerverzeichnis zu finden (sonst muss man mit Namen und Adresse suchen). Man muss also nur wissen, an welchem Tag im Jahr man in welches Wahllokal gehen muss und sich dort dann ausweisen (Personalausweis oder Pass). Jeder darf wählen, er muss nur wissen wo. PS: Fragt euren Nachbarn. PPS: Geht einfach ins nächste Wahllokal und fragt, wo ihr hinmüsst. PPPS: Es gibt ein zentrales Wahlbüro, da darf man anrufen.

Bratnudeln mit Räuchertofu (beta)

Mir fehlte schon lange ein Rezept für Bratnudeln in meiner Sammlung. Leider waren fast alle Rezepte, die ich gefunden habe nicht vegetarisch. Deshalb musste ich etwas improvisieren. Reicht für 4 Personen, wie Verena und ich gerade feststellen mussten. Ein großer Wok ist auch von Vorteil.

Zutaten:

  • 5 EL Erdnussöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 2 cm Ingwer
  • 2 mittelgroße Möhren
  • 1 Paprika
  • 6 Blätter vom äußeren Wirsingkopf
  • 1 Pkg. Räuchertofu (ca. 385 g)
  • 250 g Mie-Nudeln
  • 1 Glas gemischtes Chinagemüse (Bambussprossen, *bohnenkeimlinge)
  • 5 EL Sojasoße
  • süß-saure Chilisoße

 

Zubereitung

  1. Räuchertofu in 5cm x 1cm x 1cm große Streifen schneiden und in 5 EL von allen Seiten braun braten, aus dem Öl fischen und zur Seite stellen
  2. Zwiebel, Ingwer und Chilischote kleinschneiden, Möhren ebenfalls in 5cm x 1cm x 1cm große Streifen schneiden und in dem Öl ein paar Minuten im offenen Wok braten
  3. Paprika und Wirsing in mundgerechte Streifen schneiden, zu dem restlichen Gemüse geben und mit Deckel bis zur gewünschten Bissfestigkeit garen
  4. In der Zwischenzeit Mie-Nudeln nach Anleitung zubereiten, abtropfen und zur Seite stellen
  5. Wenn das Gemüse gar ist, Mienudeln, Räuchertofu und Chinagemüse hinzugeben und mit etwas Öl bei starker Hitze alles anbraten
  6. Nach Belieben mit der süß-sauren Chilisoße verfeinern

 

Anmerkungen:

  • Räuchertofu ist sehr viel geschmackvoller als normaler Tofu und in vielen (Bio-)Läden, insbesondere der Edeka-Gruppe, aber auch bei REWE erhältlich
  • Normalerweise werden Mie-Nudeln nur für ein paar Minuten in heißes, nicht mehr kochendes Wasser gegeben
  • Die Mie-Nudeln lassen sich nur sehr schwer auseinanderfummeln, am besten portionsweise zu dem Gemüse geben und vermengen
  • Das gemischte Chinagemüse war heute ein Kompromiss, da ich nirgends Bambussprossen bekommen habe
  • Entgegen meiner Intuition gibt es sowohl Sojasoße als auch Chilisoße ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker (und das ohne mehr dafür bezahlen zu müssen)
  • Da ich das heute das erste mal ausprobiert habe… nur beta-Version 🙂

 

 

Maissuppe

Winterzeit ist Suppenzeit, das gilt auch im September. Deshalb hier ein Rezept für eine schnelle Maissuppe für 4 Personen.

Zutaten:

  • 1/2 Stange Lauch
  • 1 Schalotte
  • 2 Dosen Mais  (á 285g Abtropfgewicht)
  • 2 EL Olivenöl
  • 600ml Gemüsebrühe
  • 200ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

 

Zubereitung:

  1. Zwiebeln und Lauch kleinschneiden
  2. Zusammen im Olivenöl ein paar Minuten dünsten
  3. Abgetropften Mais hinzugeben und ein paar Minuten mitdünsten
  4. Mit Gemüsebrühe ablöschen und 10 Minuten köcheln lassen
  5. Anschließend mit dem Pürierstab bis zur gewünschten Konsistenz bearbeiten
  6. Sahne hinzugeben und gut verrühren
  7. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken

KKK-Suppe

Keine Angst, dass KKK steht für Kokos-Karotten-Kürbis-Suppe. An was dachten Sie denn? Reicht für 4 Personen.

Zutaten:

  • 1 kg Hokkaido-Kürbis (netto)
  • 300 g Karotten
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 2 cm Ingwer
  • 2 EL Erdnussöl
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Limettensaft
  • 1 TL Honig
  • etwas Vanillin (für Studenten, sonst eine halbe Vanilleschote)
  • Salz & Pfeffer

 

Zubereitung:

  1. Zwiebel, Chili und Ingwer klein hacken und im Erdnussöl weich braten
  2. Hokkaido und Möhren klein schneiden und hinzugeben
  3. Mit Gemüsebrühe ablöschen und 20 – 25 Minuten garen
  4. Alles sehr fein pürrieren
  5. Kokosmilch, Honig und Limettensaft hinzugeben, gut umrühren
  6. Erst mit Salz & Pfeffer, dann mit Vanillin vorsichtig abschmecken (3 – 5 Tropfen)

Rent a Physicist

Wollten Sie schon immer mal einen Abend mit einem waschechten Physiker in einer Kneipe verbringen? Mich kann man nämlich auch mieten. Wobei mieten vielleicht nicht ganz richtig ist, ich würde es eher locken nennen, z.B. mit einem Freigetränk.

Ich freue mich immer darüber, neue Menschen mit einem anderen Hintergrund kennen zu lernen und gemeinsam die Probleme dieser Welt zu erörtern. Vielleicht wollen Sie ja etwas wissen und Sie wissen nicht, wen Sie fragen möchten. Dann erörtern wir zusammen, wenn wir fragen können.

(Es muss nicht immer die Kneipe sein, es kann auch Ihre Firma sein, dann würde ich natürlich auch einen Anzug tragen und keinen Kapuzenpullover. Aber über das Freigetränk müssten wir dann nochmal verhandeln.)

Ottos Mops

Mit erschrecken musste ich letztens feststellen, dass die heutige Jugend (und dazu zähle ich alle, die mindestens ein halbes Jahr jünger sind als ich) das großartige Gedicht “Ottos Mops” von Ernst Jandl nicht kennen.

Dazu stelle ich fest: Dieses Gedicht stand in meinem Schulbuch “Blickfeld Deutsch”, das wir in der Oberstufe benutzt haben. Jetzt kann man mich natürlich fragen, wo ich denn mein Abitur gemacht und dann müsste ich gestehen, dass das in Ostfriesland war. Allerdings lasse ich dieses Argument nicht zählen, denn meine Freundin hat dieses Gedicht auch in der Oberstufe behandelt. Dass die Jugend von heute keine Bruchrechnung mehr beherrscht ist dann ja noch das kleinere Übel, aber wenn Ottos Mops in Vergessenheit gerät, dann ist es nicht mehr weit bos zom Ontorgong dos Obondlondos…

Ich würde an dieser Stelle ja gerne eben jenes Gedicht zitieren, aber dank des Urheberrechts darf ich das nicht. Vielen Dank, liebes Urheberrecht. Was wohl mspr0 dazu sagen würde?

Freiluft Salat

Für 6 Personen,
Etwas längere Vorbereitungszeit, aber schnelle Zubereitung

Zutaten:

  • 200 g schwarze Bohnen (getrocknet)
  • 1 Dose weiße Bohnen
  • 1 Dose Mais
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 rote Chili
  • 2 Paprika
  • 3 EL Koriander
  • 1 TL Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 1 TL Senf
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL Rotweinessig
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung

  1. Schwarze Bohnen mindestens 10 Stunden in einem großen Topf einweichen lassen (z.B. über Nacht), abspülen und 1 Stunde in frischem Wasser gar kochen, anschließend noch einmal abgießen und abspülen
  2. Olivenöl mit Kreuzkümmel, Senf und Rotweinessig mischen, gehackte Zwiebeln hinzugeben und 1 Stunde ziehen lassen
  3. Paprika, Chili und Koriander hacken, weiße Bohnen und Mais abspülen und abtropfen lassen, anschließend zusammen mit den schwarzen Bohnen zur Soße geben, vorsichtig vermengen
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken

Wer die Wahl hat…

Bald ist es soweit: am 22.09.2013 sind Bundestagswahlen in Deutschland. Nach der letzten Bundestagswahl waren wir uns in der Arbeitsgruppe irgendwie alle einig, dass das nicht lange gut geht, aber die 4 Jahre Stillstand  Streit Chaos Merkel & Co haben tatsächlich durchgehalten. Na gut, es gab ein paar BauernOpfer und überdurchschnittlich viele Bundespräsidenten, und ob diese Regierung wirklich die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung war, darüber lässt sich natürlich streiten… aber immerhin hatten wir 4 Jahre lang den gleichen König, äh die gleiche Bundeskanzlerin, und damit liegen wir im internationalen Durchschnitt wahrscheinlich, wie bei so vielem. z.B. hier, hier und hier, gar nicht mal sooo schlecht.

Und wer sich noch nicht entschieden hat, wen er wählen möchte kann ja mal den Wahl-O-Mat ausprobieren. Achso, kennen Sie schon… aber kennen Sie auch schon den ParteieNavi?

Übrigens: So despektierlich das jetzt alles klingen mag, für viele Menschen (z.B. mich) ist diese Wahl fürs erste die einzige Möglichkeit einigermaßen direkte Demokratie auszuüben. Wer diese Chance nicht wahrnimmt verspielt meiner Meinung nach das Recht sich zu beschweren. Und ich werde in den kommenden Monaten jeden, der sich beschwert, fragen, ob er diese Chance zumindest versucht hat.